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Kaiping hat fast 700.000 Einwohner. Die Stadt liegt etwa 120 km südwestlich von Guangzhou und ca. 130 km westlich von Macao. Mit dem Auto ist man knapp zwei Stunden unterwegs. Kaiping liegt zwischen den beiden Flüssen Cangjiang und Tanjiang. Ende des 19. Jahrhunderts wurden während des Taiping-Aufstandes die im ganzen Land bekannten und berühmten, meist fünfgeschossigen Diaolou gebaut. Diese Wohntürme, manche bis zu neun Stockwerke hoch, dienten dem Schutz vor Plünderungen. Bauherren waren reiche Chinesen aus Übersee. Sehenswert ist auch der kleine Ort Chikanzhen, etwa 12 Kilometer südwestlich von der Stadt Kaipiing.
Ein "Diaolou" ist ein mehrstöckiger Wohnturm, der hauptsächlich in der Provinz Guangdong in Südchina zu finden ist. Diese Türme wurden ab dem 15. Jahrhundert erbaut und erreichten ihre Blütezeit im 19. Jahrhundert. Diaolous wurden oft von wohlhabenden Familien oder Clans als Statussymbole und als Verteidigungsmaßnahmen gegen Räuber und Banditen gebaut. Sie sind oft aus Stein oder Ziegelsteinen gebaut und können bis zu 50 Meter hoch sein. Die Türme sind mit kunstvollen Schnitzereien, Marmor- und Porzellanfliesen sowie anderen dekorativen Elementen verziert.
Ein typischer Diaolou besteht aus einem zentralen Turm und mehreren umgebenden Türmen, die über Brücken verbunden sind. Die oberen Stockwerke des zentralen Turms wurden oft als Wachtürme und Beobachtungsposten genutzt, während die unteren Stockwerke als Wohnräume, Speicher oder Geschäfte dienten.
Heute sind viele Diaolous in schlechtem Zustand oder zerstört, aber einige wurden restauriert und als Touristenattraktionen oder Museen genutzt. Diaolous sind ein wichtiger Teil der Kultur und Architektur Südchinas und haben eine besondere Bedeutung als Zeugen der Geschichte und des Lebensstils der Menschen in der Region.
Es gibt 3 verschiedene Arten von Diaolou:
- Gemeinschaftstürme, die von mehreren Familien zusammen gebaut wurden und als vorübergehende Zuflucht bei Banditenangriffen dienen
- Wachtürme
- befestigte Wohntürme, die als Wohnhäuser genutzt werden.
Wir sind auf der Suche nach einem Taxi das uns an den Grenzübergang zum chinesischen Festland bringt. . Wenig später erreichen wir das Grenztor nach China, die Halle ist so groß wie ein Flughafen und mindestens 30 Schalter sind hier für die Passkontrolle. Aufgeteilt nach Reisenden aus China, aus Macau und Hongkong und für Foreigners, so wie wir. Die Abfertigung ist völlig problemlos. Ein Blick in die Pässe, Kontrolle unserer Visa, den Einreisestempel in den Pass und wir sind in Zouhai, der Sonderwirtschaftszone. Eine völlig andere Welt verglichen mit Macau. Unser erster Weg führt uns zu einem Büro von einer Busgesellschaft, dort kaufen wir die Fahrkarten nach Kaiping. Trotz des Sonntags hat die Bank of China geöffnet, wir ziehen eine Nummer und warten. Es dauert mehr als eine Stunde, bis wir mit unserem Wunsch nach Geldumtausch an der Reihe sind.
Dann ist der Bus bereit. Überraschend ein Kleinbus, kaum Platz für das viele Gepäck der Mitreisenden. Das kann ja eine anstrengende Fahrt werden. Aber nach fünf Minuten ist die Reise schon beendet. Wir sind an einem großen Busbahnhof angekommen und dort wartet bereits der große Reisebus. Zwei Stunden später erreichen wir Kaiping.
Als richtiger Glückstreffer erwies sich die Ansprache auf der Straße für eine Tour. Die Fragen zuvor in einem Reisebüro für eine Fahrt zu den Diaolou war erfolglos verlaufen. Die Verständigung war schwierig und schließlich stellte sich heraus: es gab keine organisierten Touren. Der nette Guide hatte sich überraschendauf der Straße angeboten und ist wie verabredet pünktlich um 09:00 Uhr am Hotel und los ging die Reise zu den Dörfern mit den Diaolous.
Fast schon unwirklich stehen diese hoch gebauten Häuser in den Feldern und Dörfern. Die kleinen Orte sind so gebaut, dass sie eine Art Wehrmauer nach außen bilden. Und die Türme scheinen uneinnehmbar. Die hohen und glatten Außenmauern und die mit Eisengitter gesicherten Fenster sind eine ausgezeichnete Abwehr gegen Angreifer. Vier verschiedene Baumaterialien wurden verwendet: Stein, gestampfter Lehm, Ziegelstein oder Beton. In der Umgebung wachsen Reis, Erdnüsse, Bananen, Grapefruit. Und entgegen ersten Erwartungen sind auch andere Touristen – ausschließlich Chinesen – auf den Spuren ihrer Vergangenheit. Freundlich und neugierig wie fast überall werden wir beäugt. Und natürlich kostet jedes Dorf das wir besuchen Eintritt. Das überrascht, aber wenn es dem Erhalt der Gebäude dient!
Über 1800 (nach offiziellen Angaben 1833) dieser burgartigen Hochhäuser gibt es in der Region um Kaiping, der älteste rund 430 Jahre alt. Diao bedeutet "Haus aus Stein" und Diaolou ein militärischer Begriff, der als Wachturm oder Festung übersetzt werden kann. Die Wohnhäuser der Auslandchinesen hat die UNESCO 2007 zum Weltkulturerbe erklärt. Auch als Reaktion auf die Kriegswirren während des Taiping-Aufstands gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Schutz gegen Plünderungen gebaut - auch heute noch wirken die Anlagen unbezwingbar. Die Diaolous von Kaiping dienten hauptsächlich zur Verteidigung und als Wohnung. Unterteilt sind sie Wachtürme, Verwaltungsgebäude und Wohnhäuser. Die Wachtürme waren für gemeinsame Verteidigung der Dörfer errichtet worden. Meist am Eingang der Orte, neben den Flüssen oder auf einem Hügel. Die für die Verwaltung befanden sich im hinteren Teil der Gemeinde und wurde mit den Mitteln von allen Bewohnern erbaut. Lediglich reiche Familien bauten Wohntürme, schmuckvoll und geräumig und oft Wahrzeichen des ganzen Ortes.
Heute ist das älteste erhaltene Diaolou in Kaiping die Yinglonglou in der Gemeinde Chikan. Es wurde während der Jiajing-Ära der Ming-Dynastie (1522-1566) erbaut. Eine massiver Wehrturm in deutlichem Kontrast zu den später erbauten Türmen.
Kaiping ist für chinesische Maßstäbe eine Kleinstadt und von den im Osten gelegenen Großstädten auch für einen Tagesausflug gut zu erreichen. Von Guangzhou ist Kaiping mit dem Bus etwa eineinhalb Stunden entfernt. Von der neben dem Bahnhof von Guangzhou gelegenen Busstation Guangdong fahren zwischen 06.30 Uhr und 19:30 alle 30 Minuten Busse.